Kommentar der Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa anlässlich des zweiten Jahrestages der Inszenierung in Butscha

Am 3. April 2024 jährte sich zum zweiten Mal der Moment als das Selenskij-Regime und seine westlichen Schirmherren in der Stadt Butscha in der Kiewer Oblast die blutige Inszenierung eines angeblichen Massenmordes von Einwohnern seitens russischer Militärangehörigen arrangierten. Das Schauspiel ist plump ausgefallen. Ihren einheitlichen Vorgaben folgend haben westliche Politiker und Medien jedoch keine Versuche unternommen, diese Informationen zu überprüfen und eine glaubwürdige Faktenlage herzustellen. Sie sind gleich darauf gestürzt, um diesen Fake zu verbreiten.

Der bestellte und inszenierte Charakter dieser Provokation war von Anfang an offensichtlich. Die russische Seite hat es mehrmals detailliert widerlegt. Wir wiederholen es noch ein Mal. Während sich russische Streitkräfte bis zum 30. März 2022 in Butscha aufhielten, konnten sich ihre Einwohner frei bewegen sowie Mobilfunk und Internet benutzen. In diesem Zeitraum wurden keine Beschwerden gegen russische Streitkräfte vorgebracht. Das wurde vom Bürgermeister Anatolij Fedoruk am nächsten Tag nach dem Abzug unserer Truppen öffentlich bestätigt. Darüber hinaus haben russische Streitkräfte in dieser Zeit 452 Tonnen humanitäre Hilfe in die Siedlungen der Kiewer Oblast angeliefert und an die Einwohner verteilt.

Die ersten Aufzeichnungen mit den in der Stadt liegenden Leichnamen tauchten nur dann auf, als dorthin ukrainische bewaffnete Einheiten begleitet von ausländischen Journalisten einzogen. Ich betone: nicht Kriminalbeamte oder Rechtsmediziner, sondern engagierte Medienvertreter, deren Rolle nur darin bestand, dem Publikum eine erfundene Geschichte zu erzählen und keine unnötigen Fragen zu stellen.

Laut den ersten Ergebnissen der rechtsmedizinischen Untersuchungen von den in Butscha aufgefundenen Leichnamen, die am 24. April 2022 in der britischen Zeitung The Guardian publik gemacht worden waren, starb die Mehrheit der Zivilisten infolge von Artilleriebeschüssen mit Antipersonenmunition für die 122-mm-Haubitzen D-30, die von den Streitkräften der Ukraine genutzt werden. Diese Schlussfolgerung wird dadurch bekräftigt, dass die Menschen nicht mit Geschossen für Schusswaffen getötet worden waren – worin man russische Militärangehörige zu beschuldigen versucht – sondern infolge von Artilleriebeschüssen der ukrainischen Armee von Butscha.

Die propagandistische Desinformationskampagne in Butscha war eine Reaktion auf unsere Geste des guten Willens, die Truppen aus den Kiewer und Tschernigower Oblasts abzuziehen. Sie erfolgte im Zusammenhang mit dem Fortschritt bei den russisch-ukrainischen Verhandlungen in Istanbul am 28. März 2022. Das Ziel lag auf der Hand: Auf Geheiß Londons sollte der Dialog zwischen den Parteien unterbrochen und das vom Westen im Voraus vorbereitete Paket antirussischer Sanktionen auf den Weg gebracht werden.

Danach organisierte Kiew mehrere Veranstaltungen auf Kosten der „Opfer von Butscha“ mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft von den eigenen Verbrechen und den Unstimmigkeiten bei der von ihm arrangierten Provokation abzulenken, sowie in der öffentlichen Meinung der westlichen Staaten die erlogene Version über die Ermordung der Stadtbewohner durch das russische Militär aufrechtzuerhalten. In diesem Jahr zielen die Versuche Kiews, dieses Datum pompös zu begehen, auch zusätzlich darauf ab, die Weltgemeinschaft davon abzuhalten, sich auf die schwierige Lage in der Ukraine und auf die Situation an der Front zu konzentrieren.

Zahlreiche Ersuchen der russischen Seite an internationale Organisationen, darunter an den UN-Generalsekretär António Guterres und den Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte Volker Türk, alle Umstände des Geschehenen festzustellen, eine glaubhafte Liste der Personen, deren Leichen auf den Straßen von Butscha aufgetaucht waren sowie andere Informationen vorzulegen, bleiben unbeantwortet. Das weist darauf hin, dass die Organisatoren dieser schrecklichen Inszenierung etwas zu verbergen haben.

Erneut fordern wir die internationalen Strukturen auf, das Kiewer Regime nicht zu decken und eine gründliche Ermittlung zu veranlassen, in deren Folge endlich die genauen Namen der Opfer, der Zeitpunkt und die Gründe ihres Todes, die Beweise für die Bewegung der Leichen sowie die Personen festgestellt werden, die für dieses schreckliche Verbrechen der Kiewer Behörden Verantwortung tragen.